Ladesäulen, da kannste was erleben

Ja, mit den Ladesäulen ist das so eine Sache.

Entweder man hat Glück und alles funktioniert so, wie es angedacht ist oder man kommt in kleinere oder größere Schwierigkeiten bei der Nutzung der Technik, so auch geschehen in Leipzig und Umgebung.

Angefangen hat alles damit, daß man eine Ladekarte der Stadtwerke Leipzig benötigt, um die Ladestationen der Stadt nutzen zu können.
Also habe ich mich nach Ankunft in Leipzig erstmal um eine Ladekarte gekümmert und diese auch recht unbürokratisch am nachfolgenden Tag meiner Ankunft im Leipzig erhalten.

Unbürokratisch heißt in diesem Fall, ich mußte ein Anmeldeformular mit meinen persönlichen Daten ausfüllen und damit einen Nutzungsvertrag mit den Stadtwerken Leipzig eingehen.

Es sollte in den Freizeitpark Belantis gehen, eine Ladesäule der Stadtwerke ist dort auch vorhanden, die Ladekarte der Stadtwerke in meinem Besitz.
An diesem Tag war es besonders heiß, das Wetter meinte es sehr gut mit uns.
Nach Einfahrt auf den großen Parkplatz des Freizeitparkes, ging die Suche nach der Ladesäule los.
Keinerlei Ausschilderung, weit und breit nichts zu sehen.
Also Auto erst einmal abgestellt und zu Fuß in Richtung Eingang des Freizeitparkes gegangen und Ausschau gehalten.
Direkt vor dem Eingang dann die Ladesäule entdeckt, schnell zurück gelaufen und das Auto nachgeholt, dabei alle Verkehrszeichen auf dem Parkplatz missachtet, da eigentlich laut Verkehrzeichen nur Busse bis zur Ladesäule offiziell fahren dürfen.
Angekommen an der Ladesäule, Kabel rausgeholt, Ladekarte rausgeholt und erstmal nichts auf dem Touchdisplay der Ladesäule erkannt, da diese in der prallen Sonne stand.
Mit ziemlich umständlich aussehenden Verrenkungen meinerseits und Hilfe meines Sohnes, der ebenfalls versuchte dem Touchdisplay etwas Schatten zu spenden, gelang es mir mit der Ladekarte die Säule zur Mitarbeit zu überreden.
Nun konnte es in den Freizeitpark gehen.

Das dicke Ende kam jedoch, als wir wieder losfahren wollten.
Aufgrund des Standortes in der prallen Sonne und des sehr heißen Tages, verweigerte die Ladesäule nun ihren Dienst und wollte mein Ladekabel nicht wieder hergeben. Sämtliche Bemühungen meinerseits scheiterten.
Also die Hotline angewählt. Die Gegenseite meinte, das es etwas dauern könne, bis jemand vorbei kommt und mir hilft. Naja ich mußte ja nun sowieso warten, denn ohne mein Ladekabel wollte ich natürlich nicht los fahren.
Die Ladesäule startete plötzlich neu und ein pfeiffendes Geräusch machte sich nach dem Reboot der Säule bemerkbar.
Ich versucht nun nochmals die Ladesäule zu überreden den Stecker meines Kabels zu entriegeln, kein Erfolg, die Säule ließ sich nicht bedienen, ja sie zuckte nicht mal.
Nach ca. 15 Minuten rief mich jemand zurück und fragte, ob der Neustart der Säule etwas gebracht hätte, was ich jedoch verneinen mußte.
Ja, dann würde jetzt doch jemand zur Säule herausfahren müssen, dies könne jedoch etwas dauern.
Nach ca. 30 bis 45 Minuten, dann wieder ein Anruf und die Nachfrage, wo die Säule denn überhaupt sei, er wäre jetzt zwar auf dem Parkplatz, wüßte aber nicht, wo die Säule aufgestellt ist.
Also noch fix den Einweiser gemacht und den Kollegen vom Service herangelotst.
Dieser zückte dann sein Schlüsselbund mit den Generalschlüsseln, um die Säule zu öffnen.
Das Problem war nur, nicht einer seiner ca. 30 Schlüsseln passte. Zwischendurch fragte er bei einem Kollegen nach, der aber auch nicht weiterhelfen konnte.
Mittlerweile stand dem Service-Mitarbeiter auch schon der Schweiss auf der Stirn und er war drauf und dran die Säule aufzubrechen.
Und wieder war ca. eine halbe Stunde vergangen.
Der Service-Mitarbeiter zog dann los, im Belantis Park einen zuständigen Techniker zu finden, da laut Rücksprache mit einem Kollegen, auch der Techniker vom Park einen Schlüssel haben müßte.
Nach ca. weiteren 15 Minuten kam er dann mit dem Techniker vom Park zurück.
Dieser meinte jedoch, er wüßte nicht, daß er einen passenden Schlüssel für die Säule hätte.
Er probierte seine Schlüssel aber doch aus und siehe da, die Ladesäule ließ sich endlich öffnen und damit auch die Entriegelung des Steckers und ich konnte endlich mit meinem Ladekabel weiterfahren.
Summa summarum habe ich knapp 2 Stunden dafür gebraucht endlich mein Ladekabel wieder zu bekommen, da einer Ladesäule zu heiß war.


Aber weiter geht es mit dem zweiten Abenteuer-Laden in Leipzig.

Da meine Familie und ich in den Leipziger Zoo wollten und im Parkhaus Lademöglichkeiten durch die Stadtwerke Leipzig laut mitgegebenem Flyer angeboten werden, fuhren wir zur angegebenen Adresse in das Parkhaus 2 am Zoo.
Im Parkhaus angekommen, sofort die erste Überraschung, die Durchfahrt in das Parkhaus, in dem die Lademöglichkeit ist, war durch Kegel abgesperrt worden.
Also Auto erst mal irgendwo an der Seite abgestellt und jemanden gesucht, der Auskunft geben kann.
Personal an der Einfahrt zum Parkhaus war nicht auffindbar, also die dort hinterlegte Handynummer angerufen. Keine Reaktion, niemand ging ans Telefon.
Also mal in den abgesperrten Teil des Parkhaus gegangen und siehe da, dort arbeitet jemand mit einem Laubgebläse.

Freundlich gefragt, warum abgesperrt sei und das ich gern Laden möchte.
Es stellte sich heraus, sie Zufahrt in diesem Teil des Parkhauses war gesperrt, weil man erst den vorderen Teil des Parkhauses voll haben möchte.
Auf jeden Fall durfte ich dann doch in diesen Teil des Parkhauses zu den Ladesäulen fahren.
Die Parkplätze vor den Ladesäulen waren natürlich auch mit Kegeln abgesperrt.
Aber ich durfte mich dann doch dort hinstellen.
Also mobile Ladebox ausgepackt, aha Schuko Laden ist hier möglich, Adapter auf Schuko montiert und ran an die erste Box. Man sollte zur Nutzung den Code auf dem Parkschein, den man bei der Einfahrt ins Parkhaus bekommen hat eingeben.
Code eingetippt, nix passiert, Display zeigt immer noch das gleiche an.
Mal zur nächsten Ladesäule gegangen, die war tot, die nächste auch und die übernächste zeigt auf dem Display etwas anderes an, also funktioniert die wahrscheinlich als einzigste Ladestation überhaupt.
Nun war Umparken angesagt, danach ließ sich nach Eingabe des Codes an der Ladestation die Steckdose daran entriegeln und öffnen.
Schukostecker rein und Verriegelung wieder nach unten schieben, wenn es denn funktionieren würde.
Mein Schukostecker war ca. 1-2 cm zu lang, so daß ich die Verriegelung nicht schliessen konnte und somit nicht mit dem Laden beginnen konnte, da Freigabe des Ladens erst nach Verriegelung erfolgt.

Nun war ich schon ca. 15 Minuten damit beschäftig endlich Aufladen zu können und meine Stimmung fiel langsam.
Die zündende Idee! Ein Verlängerungskabel oder ein Verteiler muß her, kann ja nicht so schwer sein, so etwas hier zu bekommen.
Also wieder zur Einfahrt und jemanden nach entsprechenden Utensilien gefragt. Ein netter Mitarbeiter fand sich dann auch, der in einem Verschlag noch ein Verlängerungskabel hatte und es mir gegen Zusicherung des Zurückbringens auslieh.
Das Verlängerungskabel war zwar mindesten 10 Meter lang, aber das war mir dann auch egal.
Also wieder zurück zur Ladesäule, alles angestöpselt und siehe da die Verriegelung ließ sich endlich schliessen, es wurde endlich geladen.

Mittlerweile waren so ca. 30 Minuten vergangen und endlich konnten wir in den Zoo gehen.


Es ist doch immer wieder ein Erlebnis mit dem E-Auto unterwegs zu sein!



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Probefahrt mit dem Corsa-e - Design, Verarbeitung, Verbrauch

FHEM und PV Wechselrichter von Fronius

Wechsel von IP-Symcon zu ioBroker